Vom 20. bis 23. März 2018 fand eine reguläre Revision unserer Wirtschaftsgebarung durch das Generalökonomat des Ordens statt. P. Antonio Delfau aus Chile, der in der römischen Ordenszentrale für den zentral- und osteuropäischen Raum zuständig ist, führte die Revision durch. Dabei wurden nicht nur die korrekten Veranlagungen der Gelder geprüft (alles in Ordnung!), es ging auch um zukünftige Herausforderungen und strukturelle Maßnahmen, mit denen wir die wirtschaftliche Basis für die Arbeit des Ordens für die Zukunft sicherstellen wollen. Dazu gehört ein Bauprojekt, das wir in den kommenden Monaten in Wien I. beginnen werden, die Zusammenlegung der beiden Wiener Kommunitäten und die Neugründung einer zentraleuropäischen Provinz, die für 2021 geplant ist. Die Zusammenlegung und Neugründung größerer Provinzeinheiten ist für den Orden ein globales Thema. Gemeinsam konnten Erfahrungen ausgetauscht und der aktuelle Stand der Planung vermittelt werden.

Delfau berichtete auch von Neuigkeiten aus dem Generalökonomat. So wird beispielsweise derzeit an einer Aktualisierung der International Administration of Goods (sozusagen dem wirtschaftlichen Regelwerk des Ordens) gearbeitet. Auch die Wirtschaftsgebarung des Ordens muss mit der Zeit gehen und sich ständig an neue Entwicklungen und Standards anpassen. Eine erste Umstellung durch das Generalökonomat wird uns bereits mit dem Jahresabschluss 2017 betreffen, der gerade erstellt wird: Erstmals werden die Abschlüsse aller Häuser und Einrichtungen an Rom übermittelt, gemeinsam mit einem Bericht zum Fundraisingbereich. Und natürlich beschäftigt sich auch die Kurie mit dem allgegenwärtigen Thema der EU-Datenschutzverordnung.

Neben der intensiven inhaltlichen Arbeit nutzten wir auch die Gelegenheit, P. Delfau die unterschiedlichen Einrichtungen direkt vor Ort zu zeigen: Wir besuchten das Kardinal König Haus in Wien-Lainz, das Canisiushaus im 9. Bezirk und das sanierte Kommunitätsgebäude in Linz. (Im Kardinal König Haus erlebte P. Delfau eine Überraschung: Rezeptionisten Adriana Ramirez, gebürtige Chilenin, brachte plötzlich ein Stück Heimat für P. Delfau nach Österreich.) Abgerundet wurde der Besuch durch ein typisches Wiener Kulturprogramm: Stadtrundgang mit Stephansdom und Albertina, ein abendliches Konzert mit Stücken von Beethoven und Mozart im Wiener Konzerthaus… und natürlich Wiener Schnitzel im Caritas-Restaurant Inigo.

Was brachte die Revision dem Provinzökonomat? Positive Bestätigung unserer wirtschaftlichen Gebarung, offener und transparenter Austausch zu den kommenden Projekten und eine Intensivierung der Kontakte. Wir sind auf dem richtigen Weg!

MMag. Martin Tanzer
Geschäftsführer