Geboren am 2. Mai 1928 ist er in Kastelruth (Südtirol) in einer tief gläubigen Familie mit seinem Bruder Johann am Oberstampfeterhof aufgewachsen. Die Eltern waren Landwirte. Schon früh mussten er und sein Bruder im Haus und am Hof mitarbeiten. Nach der Schule wurde er Mitglied der „Katholischen Aktion“. Anschluss fand er auch bei der Musikkapelle Kastelruth.

Nach seiner Militärzeit spürte er immer mehr den Wunsch apostolisch tätig zu werden und sein Leben für das Reich Gottes einzusetzen. Dieser Gedanke ließ ihn nicht mehr los. 1956 machte er im Rahmen der „Katholischen Aktion“ einen Exerzitienkurs mit. Dabei sagte er dem Exerzitienleiter, dass er überlege, als Bruder in einen Orden einzutreten. Der schlug ihm vor, sich dem Jesuitenorden anzuschließen.

Am 7. September 1957 trat Josef Profanter in St. Andrä im Lavanttal/Kärnten in den Jesuitenorden ein. Nach dem zweijährigen Noviziat in St. Andrä, wo er als Koch angelernt wurde, blieb er an diesem Ort und war dort von 1959 bis 1970 als Küchengehilfe, in der Krankenabteilung und als Koch im Ordenshaus tätig.

1970 kam Bruder Profanter nach Wien, wo er in der Kommunität am Seipel-Platz wieder als Koch eingesetzt war, bis 1996. Nebenbei kümmerte er sich um verschiedene Hausarbeiten und half in der Kirche mit.

1996 kam Bruder Profanter nach Linz in die Domgasse. Hier war er 20 Jahre lang als Hausmeister tätig. Er arbeitete in der Küche und im Garten mit und übernahm auch Mesnerdienste im Alten Dom. Täglich betete er in der Kirche den Rosenkranz vor.

2016 – nachdem sein Gesundheitszustand merklich schlechter geworden war – übersiedelte er ins Alten- und Pflegeheim „Rudigier“ in der Stockhofstraße, wo er bis zuletzt sehr liebevoll betreut worden ist. Hier kehrte er am 14. April 2018 friedlich heim zu seinem Schöpfer und Herrn.

Das Requiem und die Beisetzung finden statt am Freitag, 20. April 2018, um 12.00 Uhr in der Ignatiuskirche Alter Dom in Linz.

P. Peter Gangl SJ – Superior der Jesuitenkommunität in Linz – im Namen der Mitbrüder, Verwandten und Freunde