Zum 19. Mal organisierte die charismatische Loretto-Bewegung am Pfingstwochenende das Fest der Jugend. 10.000 junge Menschen strömten dafür nach Salzburg, um dort ihren Glauben an Jesus Christus zu feiern und zu bekräftigen. Es hat schon Tradition, dass auch wir Jesuiten dorthin kommen, um Beichte zu hören, Workshops zu gestalten und einfach das hohe Pfingstfest mitzufeiern. Dafür hat sich dieses Jahr eine Gruppe von rund zehn Mitbrüdern aus Österreich, Deutschland, Litauen und Indien gefunden.

Den kraftvollen Start markierte ein Abend mit Lobpreis und einem Musical im Dom, der aus allen Nähten zu platzen schien und mit Scheinwerfern und Bühne eine stimmungsvolle Atmosphäre für die nächsten Tage bot.

Am Samstagnachmittag kamen wir dann bei den Workshops zum Einsatz. Vier der über 70 Angebote wurden von uns Jesuiten gestaltet. Es ging uns darum, ignatianische Formen der Frömmigkeit vorzustellen. Unsere Themenpalette erstreckte sich vom betrachtenden Umgang mit der hl. Schrift über Entscheidungsfindung und Unterscheidung der Geister bis zum sozialen Engagement als einen Weg, den Glauben zu leben. Bemerkenswert war dabei die große Offenheit und das Interesse der Teilnehmer.

Ein weiteres Highlight war am selben Tag der Abend der Barmherzigkeit. Nach einem Lobpreis gab es während der Aussetzung des Allerheiligsten die Gelegenheit, bei zahlreichen Priestern im Dom zu beichten. Auch die Priester unter uns waren dabei und vollbeschäftigt; etwa 1.500 Jugendliche nutzten dieses Angebot.

Nach dem gemeinsamen Feiern des Pfingsthochamtes reisten dann die Meisten von uns ab. Für die Teilnehmer ging es noch weiter mit Gebet, einer Prozession auf die Festung und der Firmung am Montag.

Die ermutigende Botschaft, die die vielen Zeugnisse, Katechesen und Predigten dieser Tage durchzog, könnte man zusammenfassen in: Du bist von Gott angenommen und geliebt. Du kannst in der Gesellschaft und der Kirche einen Unterschied machen – habe nur den Mut, aus deinem Glauben heraus zu leben.

Diese Impulse, die Gemeinschaft mit vielen anderen jungen Christen und die geistvollen Gebete und Gottesdienste haben sicher maßgeblich dazu beigetragen, dass die Jugendlichen − und auch wir Jesuiten − die Botschaft Jesu gestärkt in die Welt hinaus tragen können.

Gerald Baumgartner SJ, Manfred Grimm SJ