Weltweit gibt es im Jesuitenorden derzeit 2.681 Mitbrüder, die man als „Jesuiten in Ausbildung“ bezeichnen kann. Ihr „Lebensalter als Jesuit“ reicht vom Noviziat über das Magisterium, das Studium der Philosophie und Theologie, mögliche Spezialstudien oder Ausbildungen bis hin zum abschließenden Teil der Ordensausbildung, dem Tertiat und den Letzten Gelübden. Dazwischen liegen bei den jungen Jesuiten, die Priester werden, die Weihen. Den meisten dieser Begriffe werden sie in den Beiträgen dieses Heftes begegnen und sie auch aus dem Jesuitenjargon übersetzt finden.

Zwei Beiträge sind von Autoren verfasst, die selbst Jesuiten in Ausbildung sind. Ein Beitrag widmet sich den Zielen der Ausbildung eines Jesuiten, wie sie in den Grunddokumenten des Ordens formuliert werden. Ein weiterer, gleichsam als ein Blick von außen, geht der Frage nach, woraufhin junge Jesuiten für ihren Dienst in Kirche und Gesellschaft heute ausgebildet werden sollten.

Mit dem Ende einer langen Ausbildung ist aber das „Jesuit werden“ noch nicht abgeschlossen. Vielmehr gilt, dass von einem ausgebildeten Jesuiten nicht erwartet wird, dass er perfekt ist, sondern dass er lernfähig bleibt, ein Leben lang. Alle Ausbildung und alles lebenslange Lernen aber dient letztlich dem einen Ziel, immer mehr Menschen zu werden, die vom Evangelium, von Jesu Botschaft ein kraftvolles Zeugnis abzulegen vermögen.

Die neue Ausgabe von JESUITEN können Sie hier online nachlesen.

Maximilian Heine-Geldern SJ
Klaus M. Schweiggl SJ (Schriftleiter)
Hans Tschiggerl SJ