Am Samstag, den 3. November, feierte der Generalobere der Gesellschaft Jesu, Pater Arturo Sosa, in der Kirche Il Gesù in Rom die Eucharistie, bei der zwei Jesuiten, Dominik Markl für die Österreichische und Fabrizio Fabrizi für die Südeuropäische Provinz, ihre Feierlichen Gelübde ablegten. Pater General erinnerte daran, dass Pater Rupert Mayer, dessen liturgisches Fest an diesem Tag gefeiert wurde, von der Liebe Gottes berührt worden und er eine Freundschaft mit Jesus eingegangen war. Auch wenn das Leben dieses deutschen Jesuiten, einer führenden Gestalt im Kampf gegen den Nationalsozialismus schwierig war, führte ihn sein Einsatz in der Nachfolge Christi auf einen Weg des Glücks.

Pater Sosa wies die beiden Mitbrüder, die wenig später ihr Gelübde ablegen sollten, darauf hin, dass der Weg der Heiligkeit – der Weg, von dem Papst Franziskus oft spricht und den er während der letzten Jugendsynode erneut uns vor Augen gestellt hat – nicht einer ist, auf dem wir allein gehen. Wir gehen diesen Weg mit anderen und im Dienste an anderen. P. General fügte hinzu: „Der Weg zur Heiligkeit ist der Weg der Versöhnung und Gerechtigkeit, wie er in den Seligpreisungen dargestellt wird, die wir als die Wegweiser zur Heiligkeit betrachten können.“

In der Predigt betonte er auch, dass die Gesellschaft Jesu selbst nicht allein in die Fußstapfen Jesu treten kann, sondern dass der Orden Teil der viel größeren Gemeinschaft der Jüngerinnen und Jünger Christi ist. Diese Gemeinschaft arbeitet so gut wie möglich in der Sendung zusammen, die von Christus, dem Kreuz tragenden und auferstandenen Herrn, gegeben wird.

Abschließend dankte der Pater General Dominik und Fabrizio für ihre Bereitschaft, der Kirche mit all ihrer Kraft und all den Gaben zu dienen, die sie vom Heiligen Geist erhalten haben. Insbesondere dankte er für ihre Bereitschaft und Verfügbarkeit, auf dem Weg der Heiligkeit zu gehen und nahm dabei Bezug auf das Schlussdokument der letzten Bischofssynode:

„Es gibt eine Sprache, die Männer und Frauen aller Zeiten, Orte und Kulturen verstehen können, weil sie unmittelbar und leuchtend ist, sie ist die Sprache der Heiligkeit.“

Den vollständigen Text der Predigt von Pater General in Englisch und einige Fotos von der liturgischen Feier finden Sie auf der Website der Generalskurie in Rom.