Innsbruck, (KAP) – Der Karl-Rahner-Preis für Theologische Forschung 2019 geht an den Linzer Theologen Joachim Jakob (34). Ausgezeichnet wird Jakobs Arbeit über “Syrisches Christentum und früher Islam. Theologische Reaktionen in syrisch-sprachigen Texten vom 7. bis 9. Jahrhundert”. Der junge Wissenschaftler hatte die Dissertation 2018 beim Salzburger Ostkirchen-Experten Prof. Dietmar Winkler eingereicht. Joachim Jakob ist Leiter der Hochschulseelsorge der Diözese Linz. Die Untersuchung erschließe eine “bei uns noch unbekannte christliche Diskussion mit dem Islam” und biete eine systematische Einordnung der Quellen, so die Jury. Die Besonderheit der Texte beruhe auch darauf, dass sie im muslimischen Herrschaftsbereich entstanden seien und entstehen konnten. “Diese Arbeit ermöglicht nicht nur der Theologie, sondern allen am interreligiösen Dialog Interessierten eine Weitung des Blicks durch vorzüglich historische Arbeit an den Quellen”, heißt es in der auf der Website der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Innsbruck veröffentlichten Begründung.

Der Karl-Rahner-Preis für Theologische Forschung wird seit 1984 von der Karl-Rahner-Stiftung ausgeschrieben und ist mit 5.000 Euro dotiert. Er erinnert an den Jesuiten und Theologen Karl Rahner (1904-1984), der als einer der bedeutendsten Theologen des 20. Jahrhunderts gilt und großen Einfluss auf das Zweite Vatikanische Konzil hatte. Zeitgleich mit der Bekanntgabe des heurigen Preisträgers erfolgte auch die Ausschreibung des Preises für das kommende Jahr. Eingereicht werden können Dissertationen oder Habilitationsschriften in deutscher oder englischer Sprache mit einem Umfang von bis zu 450 Seiten, die nicht älter als zwei Jahre sind und “in thematischer Beziehung zur Theologie Karl Rahners stehen”. Spätester Einreichtermin ist der 5. März 2020. (Infos: www.uibk.ac.at/theol/its/karl-rahner-preis.html)