Innerhalb kurzer Zeit hat Papst Franziskus – einmal Anfang Februar dieses Jahres in Abu Dhabi, ein zweites Mal Anfang Mai bei seinem Besuch in Bulgarien – dazu eingeladen, einen Weg zu beschreiten, der darin besteht, „die Kultur des Dialogs als Weg, die allgemeine Zusammenarbeit als Verhaltensregel und das gegenseitige Verständnis als Methode und Maßstab annehmen [zu] wollen“. Die Autoren dieser Ausgabe der JESUITEN greifen verschiedene Aspekte einer solchen Kultur auf. Damit wird auch an das Ziel erinnert, das der Orden sich 1995 in der 34. Generalkongregation selbst gesetzt hat, nämlich, dass diese Kultur des Dialogs ein bezeichnendes Merkmal des Jesuitenordens werden muss (34. GK., Dekret 6). Dies war nicht zuletzt eine Antwort auf den Aufruf des Zweiten Vatikanischen Konzils zu einem solchen Dialog, wie er durch die Konzilsdokumente über den Ökumenismus, die Erklärung über die Haltung der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen und die Religionsfreiheit gefordert wird. Doch der Anspruch des Weges ist hoch. Zum Dialog muss erzogen, Zusammenarbeit gelernt und gegenseitiges Verständnis eingeübt und gelebt werden. Wie fordernd und ernst das werden kann, zeigt das Wirken und Schicksal von P. Paolo Dall’Oglio. Unübersehbar aber wird diese Kultur des Dialogs „jeden Tag notwendiger“, woran der Papst uns in Sofia erneut erinnert hat. 

Die neue Ausgabe von JESUITEN können Sie hier online nachlesen.

Maximilian Heine-Geldern SJ
Klaus M. Schweiggl SJ (Schriftleiter)
Franziska Fleischer