P. Arturo Sosa SJ, Generalobere der Gesellschaft Jesu, bereist immer wieder Provinzen der Gesellschaft Jesu, um sich einen Überblick über den Orden und die Arbeit der Jesuiten vor Ort zu machen. 2021 werden die Ordensprovinzen Österreich, Deutschland, die Schweiz und Litauen-Lettland die neue zentraleuropäische Provinz ECE gründen. Im Zuge dessen bereist P. General alle vier Provinzen. Vom 21. bis 23. Juni war er zu Gast in Wien, um die österreichische Ordensprovinz besser kennenzulernen. Unter dem Thema Building Bridges stellten sich ihm die Jesuiten in Österreich vor.

Die drei Tage, die P. General in Wien verbrachte, waren dicht gepackt.

Der erste Programmpunkt sah ein Pressegespräch mit Vertretern aus der österreichischen Medienlandschaft vor. Er stellte sich Fragen zu seinem Heimatland Venezuela wie auch den internationalen Entwicklungen des Jesuitenordens sowie der bevorstehenden Amazonas-Synode. Ebenso nannte er die neuen universellen apostolischen Präferenzen, die die nächsten 10 Jahre dem Orden seine Ausrichtung geben. Dabei geht es erstens um die Förderung der Unterscheidung der Geister und spirituelle Exerzitien; zweitens um die besondere Zuwendung zu den Armen und Ausgeschlossenen, drittens um die Begleitung der jungen Menschen und viertens um die besondere Sorge “um das gemeinsame Haus”, die Erde.

Hier können Sie die Berichte in der Kathpress und auf der Website der Erzdiözese Wien nachlesen.

Nach dem Pressegespräch ging es mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ins Zentrum von Wien, wo gemeinsam mit den Wiener Jesuiten, MitarbeiterInnen und Flüchtlingen zu Mittag gegessen wurde. Die Flüchtlinge haben Hilfe und Unterstützung durch die Projekte Locugee (ein Projekt des Jesuiten Flüchtlingsdienstes JRS) und CONCORDIA Sozialprojekte gefunden. Nur zwei Beispiele für soziale Projekte der Jesuiten in Österreich und über die Grenzen hinaus, die mit dem Engagement vieler Unterstützer geflüchteten und von der Gesellschaft an den Rand gedrängten Menschen eine lebenswürde Zukunft ermöglichen.

Nach einer kurzen, privaten Stadtführung mit P. Gustav Schörghofer SJ, Historiker und Künstlerseelsorger, ging es zum Treffen mit den Mitgliedern der Altkalksburger Vereinigung. Hier wartete bereits ein voller Saal interessierter Menschen auf P. General. Bildung und Schulen waren und sind noch immer ein großer und wichtiger Bestandteil jesuitischer Arbeit. Andacht wurde in der Stanislaus Kapelle gefeiert. Anschließend trafen sich P. General und Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn zu einem privaten Gespräch.

Der Abend war ganz den Jesuiten vorbehalten. Es ist Tradition, dass sich P. General mit seinen Mitbrüdern vor Ort für einen Austausch trifft. So auch in Wien.

Am Samstag bekam P. General die Werke der österreichischen Provinz in spielerischer Weise vorgestellt. In zwei Teams traten er und Provinzial Bernhard Bürgler gegeneinander an. In jesuitischer Tradition bekam jeder zwei Assistenten zur Seite gestellt. Es galt Österreich spezifische Fragen zu beantworten und so Mozarttaler zu sammeln. Während des Spiels gab es immer wieder Stationen, an denen die einzelnen Standorte der Jesuiten in Österreich – Graz, Innsbruck, Linz und Wien – vorgestellt wurden. MitarbeiterInnen und Jesuiten erzählten über ihre Arbeit und welche Bedeutung sie für sie und die Jesuiten hat. Es boten sich mehrere Gelegenheiten zum Austausch und zur Vernetzung unter den Jesuiten und MitarbeiterInnen mit P. General. Am Abend wurde zur Vesper mit anschließendem Gespräch in die Konzilsgedächtniskirche geladen.

Den Abschluss des Besuchs von P. General bildeten die Segnung des neuen „Pedro Arrupe“ Veranstaltungsraumes und die Messe in der vollen Jesuitenkirche.

Hier finden Sie die Predigtexte von P. General Arturo Sosa SJ:
Predigttext Vesper
Predigttext Messe