Das vorliegende Heft der JESUITEN lädt zur Relektüre von Evangelii Gaudium ein. Als Papst Franziskus im November 2013 dieses Apostolische Schreiben veröffentlichte, erregte es großes Interesse weit über den kirchlichen Bereich hinaus. Ebenso stieß es aber auch punktuell auf scharfe Kritik und Ablehnung. Letztere bezogen sich vor allem auf das drastisch formulierte vierfache Nein des Papstes im zweiten Kapitel (EG 53-60). Die Diskussion darüber hat nicht zuletzt dazu beigetragen, dass andere herausfordernde Aussagen in den Hintergrund getreten sind und nicht entsprechend ihrer Bedeutung beachtet oder gar rezipiert wurden. Das ist umso bedauerlicher, als es erklärte Absicht des Papstes war (und ist), durch sein Schreiben Evangelii Gaudium „zu einer neuen Etappe der Evangelisierung einzuladen, die von dieser Freude geprägt ist, und um Wege für den Lauf der Kirche in den kommenden Jahren aufzuzeigen“ (EG 1). Ohne den Begriff „Regierungsprogramm“ zu strapazieren zeigt sich im Rückblick, dass der Papst in Evangelii Gaudium tatsächlich die zentralen Anliegen und den Stil seines Pontifikats anspricht (EG 16-18). Die Autorinnen und Autoren unserer Beiträge nehmen Themen aus den fünf Kapitel des Schreibens auf und laden damit zu einer Art angeleiteter erneuten Lektüre dieses wichtigen Dokuments ein, in dem es um nichts Geringeres als das Teilen der Freude des Evangeliums heute geht.

Die neue Ausgabe von JESUITEN können Sie hier online nachlesen.

Maximilian Heine-Geldern SJ
Klaus M. Schweiggl SJ (Schriftleiter)
Franziska Fleischer