Von 26. bis 29. September 2019 fanden die Tage der Achtsamkeit in Klagenfurt statt. Vier Stadtpfarren waren in unterschiedlicher Weise eingebunden. Wir konnten mit Stadtpfarrer Dr. Peter Allmaier und seinem Team der Stadtpastoral ein vielseitiges Programm zusammenstellen. Vertreterinnen aus der Gemeinschaft der Schwestern Jesu (SSJ) in Klagenfurt, Sebastian Riedel (ein Jesuit Volunteer aus Salzburg) und acht Jesuiten aus München, Wien, Linz und Graz wirkten gemeinsam an den verschiedenen Veranstaltungen mit.

Die Schulbesuche an zwei Vormittagen haben bei Schülerinnen und Schülern im Europagymnasium, das auf die Gründung durch Jesuiten zurückgeht, bei den Ursulinen, im BORG und in einer HTL viele Fragen und Interesse für die Lebensweise von Ordensleuten geweckt.

Die Einladung zu einer „Zeit für Gott“ hat zahlreiche Menschen vom Klagenfurter Bauernmarkt am Benediktinerplatz in die ehemalige Jesuitenkirche gelockt. Besinnliche Texte und Orgelmusik haben zum stillen Meditieren, zur Anbetung und zum Sakrament der Versöhnung angeregt.

Mehrere Mitbrüder hielten Vorträge zur Wirksamkeit von Vertrauen in der Führung, zu biblischen Themen, zur gleichen Würde aller Menschen und zu Verzeihen und Versöhnen. Es wurden zahlreiche kulturelle, spirituelle und meditative Veranstaltungen für verschiedene Zielgruppen angeboten. Auf dem Benediktinerplatz, auf dem Stadtfriedhof und in der Altstadt von Klagenfurt gab es auch Gelegenheiten mit eher kirchenfernen Menschen in Kontakt zu kommen und sich auf ganz unterschiedliche Weisen über unsere Spiritualität auszutauschen.

Mit mehreren Eucharistiefeiern gingen die Tage der Achtsamkeit in Klagenfurt zu Ende. In vielen gemeinsamen Veranstaltungen wollten wir den Menschen in der Kärntner Landeshauptstadt wesentliche Anliegen der ignatianischen Spiritualität und Lebensweise näherbringen. Wir haben versucht Menschen behilflich zu sein, eine persönliche Antwort auf die Frage zu finden, wie es gelingen kann, mit Gott in Kontakt zu kommen und entsprechend zu leben. Obwohl es das Ziel der Tage der Achtsamkeit war, etwas von unserer Spiritualität mitzuteilen und Anregungen für gelebte Achtsamkeit im Alltag zu geben, sind wir durch viele Begegnungen und Gespräche sowie durch eine große Gastfreundlichkeit selbst reich beschenkt worden. Ich möchte mich im Namen unseres Ordens bei Dompfarrer Dr. Peter Allmaier, bei der Leiterin der Stadtpastoral Mag. Iris Binder, bei Stadtpfarrer Gerhard Simonitti und dem dortigen Team herzlich bedanken für die sehr gute Zusammenarbeit.

P. Friedrich Prassl SJ

Autor:
Friedrich Prassl SJ – geb. 1964 in Bad Radkersburg

Pater Prassl arbeitete als Touristikkaufmann in Lausanne, Zürich und Toronto, bevor er 1992 in das Priesterseminar in Graz und 1995 in das Noviziat der Jesuiten in Innsbruck eintrat. Nach seinen philosophischen und theologischen Studien empfing Pater Prassl 2002 in Innsbruck die Priesterweihe. Es folgten eine mehrjährige Tätigkeit als Subregens, Studienpräfekt und Ökonom im Collegium Canisianum und ein Spezialstudium in Spiritualität in Rom. Von 2010 bis 2017 leitete er das Internationale Theologische Kolleg Canisianum in Innsbruck. Seit 2018 ist Pater Prassl Direktor des Kardinal König Hauses in Wien.