Als innovatives, pastorales Projekt ist das Online-Format junger Jesuiten „One Minute Homily“ mit dem Bonifatiuspreis ausgezeichnet worden. Das Bonfiatiuswerk verleiht den Preis für missionarisches Handeln alle drei Jahre im Rahmen der Diaspora-Aktionseröffnung des Hilfswerks für den Glauben. Der diesjährige Wettbewerb stand unter dem Leitwort: „Abenteuer Glaube. Entdecker gesucht!“.

Mit den „One Minute Homilies“ bringen die Jesuiten an Sonn- und kirchlichen Feiertagen das Tagesevangelium in einer Minute auf den Punkt. In verständlicher Sprache übersetzen sie in kurzen Videoclips die Botschaft des biblischen Textes in die alltägliche Lebenswelt der Menschen. Das war für die prominentbesetzte Jury rund um Bischof Peter Kohlgraf ein Grund, warum sich das Videoformat unter den 220 Einsendungen durchsetzen konnte. „Mit Ihren Impulsen finden Sie für die Botschaft Jesu wieder einen Platz in der Sprache der Menschen, auch der Menschen, die sich außerhalb der kirchlichen Räume bewegen, aber dennoch auf der Suche nach spirituellen Anregungen sind“, begründet Bischof Kohlgraf als Jurymitglied die Entscheidung für den ersten Preis. „Die Initiatoren verlassen mutig die gewohnte kirchliche Umgebung und zeigen, wie das Evangelium in einer pluralistischen und ausdifferenzierten Gesellschaft zeitgemäß verkündet werden kann.“ Zur Jury gehörten zudem die Bundesministerin Julia Klöckner, Bischof Prof. Dr. Peter Kohlgraf, die Journalistin und Moderatorin Gundula Gause, die BDKJ-Bundesvorsitzende Lisi Maier, die Mauritzer Franziskanerin Sr. Maria Magdalena Jardin, Prälat Erich Läufer und der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen.

Der Preis wurde am 3. November parallel zur Eröffnung der Diasporaaktion in Mainz verliehen. Dag Heinrichowski SJ hat das Projekt von Amerika in die deutschsprachigen Provinzen Deutschland, Österreich und die Schweiz geholt und hat zusammen mit Jonas Linz SJ und Pia Dyckmans, Öffentlichkeitsreferentin der Deutschen Provinz, den Preis für das Team der jungen Jesuiten entgegengenommen. „Es war eine ganz schöne Überraschung, als ich einen Anruf aus Paderborn erhielt. Der Preis ist eine großartige Wertschätzung und Anerkennung für unser Projekt und macht uns sehr froh. Es ist gut zu wissen, dass wir unterstützt werden! Gleichzeitig spornt der Preis uns an, dass wir noch mehr versuchen müssen, die katholische Filterblase zu verlassen,“ sagte Dag Heinrichowski SJ.

Der Bonifatiuspreis ist mit 3.000 Euro dotiert und würdigt den Einsatz von Menschen, die in ihren katholischen Pfarrgemeinden, in Institutionen und Verbänden oder als Einzelpersonen den Glauben in engagierter, außergewöhnlicher Weise weitergeben.