Rom – Die Corona-Krise birgt auch Positives. Darauf hat der Generalobere der Jesuiten, P. Arturo Sosa SJ, in einer Videobotschaft hingewiesen. Sie zeige, wie man in schwierigen Zeiten Trost finden könne. Sie schärfe die Selbsterkenntnis und weise deutlicher auf den Weg zu Gott hin.

Eine Überwindung der Krise sei „möglich, wenn wir uns bewusst werden, wie wichtig die Sorge um das Gemeinwohl ist, und wenn wir unserer eigenen individuellen Verantwortung ernsthaft gerecht werden“. Die Krise zeige, dass wir eine einzige Menschheit sind, dass jedes menschliche Wesen, jedes Volk, jede Kultur zur menschlichen Vielfalt beitrage und dass es innerhalb unserer einen Menschheit keine Unterschiede von Alter, Rasse, Religion oder sozialem Status gebe. „Wir alle sind besorgt, wir helfen uns gegenseitig, Ängste und Befürchtungen zu überwinden. Jeder von uns sucht nach einem Weg, wie wir uns gegenseitig helfen können, indem wir zunächst das zurückstellen, was wir selbst wollen, und die Maßnahmen und Opfer akzeptieren, die uns ermöglichen, zum Wohl aller beizutragen.“

Ein enormes Ausmaß an Solidarität zeige sich sowie Kompetenz und Großherzigkeit bei denen, die sich an vorderster Front um die Betroffenen kümmerten. „Es gibt so viele Menschen, die über soziale Medien gemeinsam beten.“ Für viele kreative Initiativen sei er den jesuitischen Einrichtungen und ihren Mitarbeitenden und Partnern sehr dankbar, und er ermutige, weiter nach Möglichkeiten zu suchen, um Notleidenden nahe zu sein. „Wir wissen nicht, wie lang diese Wegstrecke sein wird und was danach kommt. Bitten wir also um Einsicht, den weiteren Weg zu erkennen.“

Text der Videobotschaft