Kaum einmal zuvor hat eine Gesundheitskrise so breit fast alle Lebensbereiche tangierende Diskussionen ausgelöst wie die derzeitige COVID-19-Pandemie. Der Themenbogen reicht sprichwörtlich von A (Ansteckung) – Z (Zeit nach der Pandemie). Ein kleiner Ausschnitt davon spiegelt sich auch in den Beiträgen dieser Ausgabe der JESUITEN wider. Aus biblischer, ärztlicher, philosophischer, theologischer, pastoraler und spiritueller Sicht greifen AutorInnen das Thema „gesund-krank-heil“ auf. Der Beitrag über „Jesu Ashram“ will den Blick für die Not so vieler über unseren Lebensraum hinaus weiten. Wie Jesuiten in verschiedener Weise auf die Herausforderungen der Corona-Krise zu reagieren versuchten, auch davon wollen wir kurz berichten und ebenso an die Verstorbenen erinnern.
In diesen Monaten haben uns naturgemäß vorrangig Fragen beschäftigt, wie die aktuelle Gesundheitskrise eingedämmt und ihre Folgen bewältigt werden können. Aber auch viele andere Fragen sind in der Situation der Pandemie erneut und verschärft in unser Blickfeld geraten. Dazu gehören fundamentale ethische Fragestellungen, Fragen des menschlichen, gesellschaftlichen Zusammenhalts, der Bürgerrechte, Fragen des Demokratieverständnisses, der Religionsfreiheit u.a., ebenso theologische, pastorale und liturgische Fragen. Werden wir sie nach Ende der aktuellen Krise wieder in den Hintergrund schieben oder greifen wir die zum Teil überfälligen Auseinandersetzungen darüber jetzt auf? Wir möchten Sie als unsere Leserinnen und Leser dazu ermutigen.

Die neue Ausgabe von JESUITEN können Sie hier online nachlesen.

Maximilian Heine-Geldern SJ
Klaus M. Schweiggl SJ (Schriftleiter)
Franziska Fleischer