Glaube und Gerechtigkeit – in der Verbindung dieser beiden Worte ist die Option, die Grundausrichtung des Jesuitenordens, die alle einzelnen Tätigkeiten bestimmt, formuliert. Sie hat auch die ksoe – seit ihrer Gründung und durch die Mitarbeit von Jesuiten – in all den Jahren geprägt.

Glaube und Gerechtigkeit sind dynamische Begriffe und deshalb im Laufe der Zeit immer wieder neu zu reflektieren und zu konkretisieren.

Was bedeutet Glaube im Kontext einer postsäkularen Gesellschaft, in der Pluralität der Lebenskonzepte, im interreligiösen Kontext?

Wie ist Gerechtigkeit zu bestimmen für Arbeit, Wirtschaft und Soziales im Kontext einer postindustriellen Gesellschaft, digitaler Kommunikation, einer globalen Ökonomie und den Herausforderungen des Klimawandels?

Es geht darum, eine lebenswerte Zukunft aller Menschen zu gestalten.

Dazu kann und soll die Kirche einen Beitrag leisten, auch in Österreich, nicht zuletzt durch die Institution ksoe.

Wir Jesuiten begrüßen und unterstützen das Bemühen der Bischöfe Österreichs, im Dialog mit den Verantwortlichen der ksoe, diese wichtige Institution weiter zu entwickeln und so strukturell, personell und finanziell gute Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass sie auch in Zukunft die Stimme der Soziallehre der Kirche in Österreich kompetent einbringen kann.