„Was heißt heute Jesuit, Gefährte Jesu sein?“, so fragt die 32. Generalkongregation (1974/1975) nach der Identität und dem Charisma der Jesuiten. Und sie antwortet: „Sich unter dem Banner des Kreuzes im entscheidenden Kampf unserer Zeit einsetzen: im Kampf für den Glauben, der den Kampf für die Gerechtigkeit miteinschließt. (32.GK, Dekret 2.).
Die Frage mag das Gespräch zwischen Rabbi Naftali und dem Wächter anklingen lassen, von dem die Erzählungen der Chassidim in der Episode „Der Wächter“ berichtet: „Für wen geht ihr, Rabbi?“ – „Mich zu erinnern“.
Für wen gehst du, – wofür geht ihr? Das ist die entscheidende Frage, die wir Jesuiten uns immer wieder stellen müssen und die uns auch immer wieder gestellt wird – um uns zu erinnern. Äußerer Anlass dafür kann die Feier von Gelübden, Weihen, können Eintritte oder Abschiede sein und nicht zuletzt die Selbstvergewisserung des Ordens, „was den Jesuiten in unserer Zeit ausmacht“.  So auch bei den Präferenzen der weltweiten Gesellschaft Jesu für die Dekade 2019-2029, die ein Autor dieses Heftes so charakterisiert: „Sie helfen uns, das ignatianische Herzstück unserer Sendung zu formulieren“, – für heute.
Jesuit sein. Seit der Gründung des Ordens bedeutet dies Gefährtenschaft, mit Jesus und untereinander. Es ist eine Gefährtenschaft in Verschiedenheit, die auf den einen Ruf Jesu zu antworten sucht und die als Einheit in Vielfalt sehr unterschiedliche Gesichter zeigt.

Die neue Ausgabe von JESUITEN können Sie hier online nachlesen.

Maximilian Heine-Geldern SJ
Klaus M. Schweiggl SJ (Schriftleiter)
Franziska Fleischer