Lebensnotwendig. Sollte hinter dem Leitthema dieser Ausgabe der JESUITEN nicht ein Fragezeichen stehen? Spätestens beim Redigieren der Beiträge war es dann klar: keine Frage, kein Fragezeichen.

Zwar gehen die Autor*innen dieses Heftes alle auf eine, durch die Corona-Pandemie virulent und durch die Diskussion über verschiedene Lockdown-Strategien akut gewordene Frage ein, was für unsere Gesellschaft systemrelevant, was lebensnotwendig ist. Auch innerhalb des Heftes entsteht so eine Art Dialog darüber: Was brauchen wir zum Leben? Was sind unsere Lebens-Mittel? Was ist lebensnotwendig? Fragen, die sich für jede*n von uns ganz persönlich, wie auch für uns als Gesellschaft stellen.

Bei aller Verschiedenheit der thematischen und persönlichen Zugänge wird aber eine interessante Übereinstimmung unter den Verfasser*innen sichtbar. Man kann sie so ins Wort bringen: Alles was dazu beiträgt, dass wir Menschen für Andere werden, sein und bleiben können. Dazu ein klares, einhelliges Statement: Lebensnotwendig!

Wir werden dieses Jahr unter erschwerenden und ungewohnten Umständen das Weihnachtsfest begehen. Vielleich führt uns gerade das tiefer in das Geheimnis der Menschwerdung ein, in das der Menschwerdung Gottes, in Jesus von Nazareth und in jede*m von uns. Lebensnotwendig? Nein, LebensNOTwendend. Ein Grund zur Dankbarkeit und Freude, ein Zeichen der Hoffnung mitten in der Pandemie.

Die neue Ausgabe von JESUITEN können Sie hier online nachlesen.

Maximilian Heine-Geldern SJ
Klaus M. Schweiggl SJ (Schriftleiter)
Franziska Fleischer