GEBETSAPOSTOLAT

Gebetsnetzwerk

des Papstes

„Das Gebetsapostolat, sein weltweites Gebetsnetzwerk des Papstes und in Gemeinschaft mit ihm, ruft in Erinnerung, dass das Herz der Sendung der Kirche das Gebet ist. Gebt acht: Das Herz der Sendung der Kirche ist das Gebet. Wir können viele Dinge tun, aber ohne Gebet geht es nicht. Das Herz ist das Gebet.”

Papst Franziskus, am 28. Juni 2019

Auftrag
des Papstes

Der Papst hat den Jesuitenorden damit beauftragt, sich um das Gebetsapostolat zu kümmern. Wir tun dies auf vielfältige Weise. Vor allem laden wir alle Menschen ein, sich mit dem Gebetsanliegen des Papstes und so täglich mit Gott zu verbinden. Die Ausrichtung auf ihn und Jesus Christus wird uns helfen, im Vertrauen zu wachsen und mit der nötigen Kraft die Welt zum Guten zu verändern.

175 Jahre
Gebetsapostolat

2019 feierte das Gebetsapostolat sein 175 Jahre-Jubliäum. Aus diesem Anlass traf Papst Franziskus am 28. Juni 2019 Vertreterinnen und Vertreter des Gebetsapostolates bei einer Audienz. Unten finden Sie einen Link zur Ansprache des Heiligen Vaters, zu Fotos von der Begegnung mit ihm und zu einer Videoaufzeichnung, die die Internationalität des Gebetsnetzwerkes besonders deutlich macht.

In Österreich haben wir das Jubiläum unter anderem mit einer besonderen Karte (links) gefeiert. Restexemplare können kostenlos bei uns bestellt werden.

Frequently
Asked Questions

Was ist das Gebetsapostolat?

Es ist Apostolat durch Gebet; eine Teilnahme an der Sendung Jesu Christi, die frohe Botschaft allen Menschen zu verkünden (Mk 16,15). Im Gebetsapostolat geht es darum, sich selbst (Gebet und Arbeit, Leiden und Freuden) vor Gott einzubringen, um das Reich Gottes unter den Menschen auszubreiten.

Was ist das Wesentliche am Gebetsapostolat?

Das Wesentliche besteht im Gebet der Hingabe vor Gott, vereint mit Jesus Christus. (Hingabegebet)

Gibt es einen Zusammenhang mit der Herz-Jesu-Verehrung und dem Geheimnis der Eucharistie?

Durch das Gebetsapostolat erklärt man sich bereit, an der zentralen Sendung des menschgewordenen Sohnes Gottes teilzunehmen. Diese Teilnahme lebt von der Verbindung mit Christus durch den Empfang der Eucharistie.

Wie lange gibt es das Gebetsapostolat schon?

Vor 175 Jahren wurde in einem Studienhaus der Jesuiten in Vals (Frankreich) die Idee des Gebetsapostolats geboren. Die jungen Jesuiten wollten endlich hinaus in ferne Missionsländer. Ihr Spiritual teilte ihnen mit, dass sie schon jetzt durch ihr treues Studium viel für die Ausbreitung des Gottesreiches tun könnten.

Was ist die Rolle des Papstes dabei?

Das Gebetsapostolat breitete sich rasch aus. Seit Leo XIII. wollte der jeweilige Papst, als derjenige, der den besten Überblick über die Nöte der Kirche hat, die monatlichen Anliegen festlegen.

Was hat das Gebetsapostolat heute mit den Jesuiten zu tun?

Nachdem das Gebetsapostolat weltweit geworden war, haben alle folgenden Päpste regelmäßig die Gesellschaft Jesu beauftragt, dieses in besonderer Weise zu fördern.

Wie nimmt man am Gebetsapostolat teil?

Die Teilnahme am Gebetsapostolat geschieht durch das persönliche Einbringen seiner selbst durch das Gebet der Hingabe, dem unser Tagewerk entsprechen soll, weiters durch entsprechende Stoßgebete untertags und durch eine abendliche Tagesauswertung. Eine exzellente Möglichkeit, sich der Hingabe Jesu anzuschließen, ist die Teilnahme an einer Eucharistiefeier, bei der Jesus uns ganz in seine Liebe zum Vater und zu allen Menschen hineinnimmt.

Was bringt die Teilnahme am Gebetsapostolat?

Durch die Teilnahme am Gebetsapostolat finden viele Menschen neuen Sinn in ihrem Leben, weil jeder Tag vereint mit Jesus Christus für die Ausbreitung des Gottesreiches wertvoll ist.

Was hat das Gebetsapostolat mit dem Gebetsnetzwerk des Papstes zu tun?

Papst Franziskus (selbst Jesuit) hat das Gebetsapostolat zu einem päpstlichen Werk gemacht und durch den Einsatz moderner Kommunikationsmittel die Verbreitung dieses Werkes stark gefördert. Es besteht derzeit in 98 Ländern der Welt mit 35-40 Millionen Teilnehmern. In Österreich sind es geschätzte 7.000.

Was verschafft diesem Gebetsapostolat Weltweite?

Durch Social Media (Click-to-pray, Papstvideo, E-Rosary) lädt Papst Franziskus weltweit ein, mehrmals im Tag mit ihm zu beten. Monatliche Papstvideos machen mit der jeweiligen Gebetsmeinung genauer bekannt.

Mit welchen Printmedien findet das Gebetsapostolat in Österreich Verbreitung?

Jedes Jahr werden die Gebetsmeinungen des Papstes für das ganze Jahr in deutscher Sprache veröffentlicht. Vierteljährlich erscheint ein Faltblatt, das an das Gebetsapostolat erinnert und die Gebetsmeinungen von je drei Monaten näher erklärt. Ein Kalender (zum Aufhängen oder für den Schreibtisch), sowie monatliche Poster im Format DIN A3 und A4 erinnern auf weite Sicht an das Gebetsapostolat. Herz-Jesu-Bildchen laden zum Gebet ein, das sich der innersten Gesinnung Jesu anschließt. Alle Drucksachen des Gebetsapostolates sind über die Website der Jesuiten erhältlich.

Gibt es ein Gebetsanliegen des Papstes mit ganz besonderer Wichtigkeit?

Im Apostolischen Schreiben „Laudato Si“ legt Papst Franziskus ein Anliegen vor, das die Bewahrung der Schöpfung in Blick nimmt. Es ist ein wichtiges Anliegen des Papstes. Das Lesezeichen lädt ein zum Gebet: Schöpfer des Himmels und der Erde! Stärke unsere Verantwortung für deine Schöpfung!

Was bieten wir in Österreich darüber hinaus an?

Vorträge über das Gebetsapostolat, Impulsabende in Pfarren und Gemeinschaften können persönlich vereinbart werden (gebetsapostolat.at@jesuiten.org; Telefon 0664/3259543).

Ist das Gebetsapostolat auch etwas für Kinder und Jugendliche?

Auch Jugendliche und Kinder haben da Platz und sollen für das GA gewonnen werden. Die „Eucharistische Jugendbewegung“ verfolgt das Ziel, Kinder und Jugendliche mit den Absichten des Herzens Jesu bekannt zu machen und zum persönlichen Gebet zu führen.

Kann man beim Gebetsapostolat auch mitarbeiten?

Im Wesentlichen gibt es zwei Bereiche ehrenamtlicher Mitarbeit (Mithilfe beim Versand und andere für die Teilnahme am Gebetsapostolat gewinnen).

Kleine Geschichte
des Gebetsapostolates

Die Kirche in Frankreich erlebte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine Phase der Begeisterung für die Mission, denn viele Länder Asiens begannen sich dem Christentum zu öffnen. Die Jesuiten der französischen Provinz Toulouse hatten eine neue Mission in Südindien übertragen bekommen. Die Ordensstudenten begannen davon zu träumen, nach Indien geschickt zu werden, und verschlangen alles, was es über dieses Land zu lesen gab. Darüber begannen sie ihre Studien zu vernachlässigen. Ihr Spiritual P. Francois Xavier Gautrelet wies die jungen Jesuiten darauf hin, wie sie schon während des Studiums missionarisch tätig sein könnten: durch das Gebet und die tägliche Hingabe für die Ausbreitung des Reiches Gottes.

In diesem Sinne entstand am 3. Dezember 1844, dem Fest des hl. Franz Xaver, in Vals in der Auvergne eine Liga des Gebets für die Anliegen des Reiches Gottes und zur Unterstützung der Missionsarbeit. Das Gebetsapostolat war geboren. Die Botschaft war einfach: Ihr seid wertvoll für Gott, so wie ihr seid. Jeder, sei er noch so arm oder so alt oder so krank, kann sein Leben Gott anbieten. Die Botschaft an die Menschen lautete auch: Eure Mission ist ebenso wichtig wie die Mission in allen Ländern der Erde. Es ist eure Mission, euer Leben zu meistern, eure Kinder aufzuziehen, an eurem Platz eure Aufgaben zu erledigen. Das ist genauso wichtig und trägt ebenso zum Aufbau des Reiches Gottes bei.

Gautrelet veröffentlichte 1846 seine Grundgedanken in einem Buch – nach seiner Ernennung zum Provinzial übernahm 1856 P. Henri Ramière das Gebetsapostolat, dessen Organisation und Ausbreitung zu seinem Lebenswerk wurden. 1861 gründete er die Zeitschrift „Sendbote des hl. Herzens Jesu“, die die Verehrung des Herzens Jesu, aber auch das Bewusstsein für die Bedürfnisse der universellen Kirche förderte. 1866 wurden die ersten Satzungen von Papst Pius IX. bestätigt. Heute ist das Gebetsapostolat in 1.500 Diözesen eingeführt und zählt etwa 40 Millionen Mitglieder. Die Leitung, die sich zunächst in Frankreich befunden hatte, wurde 1925 nach Rom verlegt und mit der Generalskurie der Jesuiten verbunden. Seitdem trägt der Generalobere des Jesuitenordens die Letztverantwortung für das Gebetsapostolat.

Ramière hat auch eine weitere Neuerung eingeführt: die monatlichen Gebetsanliegen (auch Gebetsmeinungen genannt). Ramière hatte angeregt, dass der Präfekt der (damaligen) Kongregation für die Verbreitung des Glaubens monatlich Gebetsanliegen vorschlagen sollte. Das geschah auch, bis Papst Leo XIII. den Wunsch äußerte, sich selbst darum zu kümmern. Deshalb gibt es seit 1891 bis heute für jeden Monat Gebetsanliegen des Heiligen Vaters, die zum Teil allgemein gehalten sind, zum Teil die Weltmission der Kirche zum Thema haben.

Kontakt

P. Michael Zacherl SJ

Postanschrift: Dr.-Ignaz-Seipel-Platz 1, 1010 Wien
Telefon: 01 5125232-37
E-Mail: michael.zacherl@jesuiten.org

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